Deadlock stellen neue Sängerin Margie Gerlitz vor.

Nachdem Fronterin Sabine Scherer eine Babypause einlegte und die Melodic-Deather inzwischen verlassen hat ,um sich ihrer Familie widmen zu können, ist mit Margie Gerlitz nun Ersatz gefunden.

 

„What are we now? We are the change!“, heißt es in „The Final Storm“ von Deadlock und an dieser Aussage sollte man sich orientieren,

wenn es um das sechste Album „The Arsonist“ geht. Nach personellen Umstrukturierungen schreibt man nun ein weiteres Kapitel im Buche Deadlock, welches spannender und mitreißender nicht sein könnte. Jeder Part, jede Vocal-Line und jede gespielte Note musste der selbstkritischen Prüfung aller Bandmitglieder standhalten. Das Resultat „The Arsonist“ bestätigt dies in seiner kompletten Länge. Sei es der treibende Opener „The Great Pretender“, „Darkness Divine“, welcher Death Metal peitschend daher kommt oder die Ballade „Hurt“, welche die engelsgleiche Stimme von Sabine Scherer in den Vordergrund stellt. Die Mischung aus Melodic Death Metal mit Elementen aus der Pop-Welt klingt auf 

„The Arsonist“ noch ausgereifter und detailverliebter. Man scheute weder orchestrale Klänge, Chor- Elemente noch Synthie-Fragmente. Und dennoch schlägt man gekonnt eine Brücke zu den bisherigen Veröffentlichungen, die vor allem Hauptsongwriter Sebastian Reichl zu verdanken ist. Reichl, der sich für die Vertonung dieser Gefühlswelten verstärkt verschiedener Modi bediente, schafft eine Atmosphäre, die drückend, melancholisch und verstörend wirkt, durch die Pop-Elemente aber das Resultat frisch, eingängig und dynamisch erscheint. In Kombination mit dem gesanglichen Gespann aus John Gahlert und Sabine Scherer ist das Resultat ein Album, was ohne Frage das facettenreichste und raffinierteste der Bandgeschichte ist. „The Arsonist“ gleichermassen eingängig und komplex, was dem Album die zeitlose Komponente verschafft. 

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Neben dem ausgeklügelten Songwriting zogen Deadlock auch hinsichtlich der Produktion von „The Arsonist“ alle erdenklichen Register. So konnte man Benny Richter (u.a. Caliban, Moonspell) neben Sebastian Reichl für die Produktion ans Mischpult verpflichten. Das druckvolle Fundament des Schlagzeuges konnte in den Chemcial Burn Studios unter der Leitung von Alexander Dietz (Heaven Shall Burn) gegossen werden. Eike Fresse (u.a. Callejon, Ooomph!, Gamma Ray) mixte in den Hamburger Hammer Studios „The Arsonist“. Das letzte finale Puzzleteil, welches die Produktion abrunden sollte, stellte Olman Viper (u.a. Caliban, Emil Bulls, ZSK) aus den Hertzwerk Studios dar, welcher für das Mastering von „The Arsonist“ verantwortlich war. 

 

Mit „The Arsonist“ beweist die Band ein weiteres Mal ihr unglaubliches Gespür für Harte und Melodie. Und wie Deadlock schon auf „The Final Storm“ verlauten lassen „A new aeon rises. We are here to stay. May my voice be the storm...we are the storm“ kann man ihnen nur beipflichten und zustimmen.